Stefan
Meine akute myeloische Leukämie 27. Mai 2017

Medizinische Begleitung bei Leukämie

Als AML-Patient der MH Hannover erfolgt meine medizinische Betreuung durch die KMT Ambulanz.
Außerhalb der Öffnungszeiten der MHH kann ich mich bei gesundheitlichen Problemen an die Station 79 KMT oder direkt an die Notaufnahme der MHH wenden.

MHH
MHH mit dem Bettenhaus (mittig) mit der Station 42 ganz links und das separate Gebäude (ganz rechts mittig) mit der Station 79 - Foto MHH

Die Station 79 KMT hat eine eigene psychoonkologische Betreuerin, die auch die ambulanten Patienten der KMT Ambulanz betreut.

Die Chemotherapien im Rahmen der Behandlung der AML werden, da die Station 79 KMT in der Regel vollausgelastet ist, auf der Station 42 Hämatologie durchgeführt.

In der kostenlosen Sonntagszeitung hallo SONNTAG erschien am 5. Januar 2014 ein Artikel über die Behandlung von Leukämie in der MHH mit Bild meiner mich behandelnden Ärzte.

Im Magazin MHHinfo der Medizinischen Hochschule Hannover erschienen im Heft 5/2014 zwei Artikel zum Thema Leukämie:
Der Kämpfer gegen Blutkrebs über Professor Riem auf Seite 6f und Neue Strategien gegen Leukämien über die Einführung der Knochenmarktransplantation als Therapie auf Seite 8f.

Nicht jedes gesundheitliches Problem muss über die MHH behandelt werden.
Ich habe als Hauptansprechpartner eine Hausarztpraxis in direkter Nähe zu meiner Wohnung, die fortlaufend mittels Ärztebrief über meine Behandlung in der MHH informiert wird und mich bei einfachen Erkrankungen (Erkältung usw.) behandelt. Wichtig ist letztendlich, dass der jeweils behandelnde Arzt über die Leukämie an sich und ggf. aktuelle Medikamente und Anweisungen (z.B. bzgl. Hygiene oder Ernährung) informiert ist.
Nach einer Stamzellentransplantation ist das Immunsystem ganz frisch wie bei einem Neugeborenen. Entsprechend müssen auch alle Impfungen wie bei einem Neugeborenen durchgeführt werden.
Nach der Transplantation habe ich einen Notfallausweis mit der Angabe der neuen Blutgruppe (die des Spenders) und der Antikörper erhalten, dieser ist bei Transfusionen dem behandelnden Arzt zwingend vorzulegen, da es sonst zu Komplikationen kommen kann.

Es ist immer sinnvoll, beim Besuch eines Facharztes, wie z.B. einem Urologen, auf die Leukämie hinzuweisen und den aktuellen Arztbrief vorzulegen. Es kann bei der Ärztewahl hilfreich sein, sich an Ärtze zu wenden, die entsprechende Erfahrung mit oder Schwerpunkt auf die Behandlung von Krebs- bzw. Leukämiepatienten haben.

Dies gilt besonders für Zahnärzte, da der Mundraum für Leukämiepatienten eine wesentliche Rolle spielt, da Nebenwirkungen von Behandlungen sich häufig auf die Schleimhäute im Mundraum auswirken oder der Mundraum Ausgangspunkt von Infektionen ist.

Als an Leukämie Erkrankter bin ich dauerhaft als Blut- und Organspender ungeeignet.

Stefan Kramer

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